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Alexander Kumptner - Meine Fit-Life-Balance

“Pfeift darauf, was euer Umfeld sagt, macht das, was sich für euch richtig anfühlt!”
Alex Kumptner ist erfolgreicher Sternekoch und seit einiger Zeit bekannt aus Sendungen wie “Küchenschlacht” auf ZDF, “Grill den Profi” auf Vox und dreht aktuell für “The taste” auf Sat 1. Außerdem ist er Fitnessmodel und brandaktuell ist sein neues Buch “Meine Fit-Life-Balance” erschienen.
Was die wenigsten wissen: In der Schulzeit haben viele Lehrer und das Umfeld nicht an das Kochen geglaubt. Viele haben ihn belächelt. Das hat ihn geprägt und genau den Leuten, die ihn belächelt haben, ist er heute dankbar, denn nur so hat er den unglaublichen Antrieb entwickelt, den er heute hat. Deshalb lautet auch sein Rat: “Pfeift darauf, was euer Umfeld sagt. Macht das, was sich für euch richtig anfühlt.”
Im Podcast sprechen wir über seine Motivation, praktische Tipps aus seinem neuen Buch, warum er von klassischen Diäten nichts hält und wie ihm Intervallfasten hilft, als Koch und Unternehmer in Form zu bleiben.
Koch und Fitnessmodel – Wie ist es dazu gekommen?
Kochen ist Alex Leidenschaft, er kam über Umwege zum Kochen. Man kann sagen, dass er kein einfacher Junge war. Beim Kochen konnte er überschüssige Energie loswerden und sich voll einbringen: “Du musst es mit voller Leidenschaft machen, sonst wird es nichts.
Die ersten 5-6 Jahre waren brutal, er musste sehr viel arbeiten. Beziehungen in die Brüche gegangen, soziales Leben nicht mehr existent und nur gearbeitet. Alex hat dann einen Ausgleich gesucht und ist darüber dann zum Fitnesstraining gekommen. “Das Schönste ist, wenn du dein Hobby mit dem Beruf verbinden kannst.”
Dabei hat er seine Nische gefunden, denn es gibt viele Köche, die super kochen können und es gibt viele Fitness-Influencer – beides in Kombination ist dann aber doch eher selten. So ist dann auch die Idee zu seinem Buch entstanden: Fit zu sein, aber sich geschmacklich nicht einzugrenzen. Das möchte er den Menschen mitgeben: Nicht verzichten und das Leben genießen.
“Das Leben ist für mich zu kurz, um zu verzichten.”
Alex hat in den letzten Jahren alles ausprobiert, was es an Diäten gibt und festgestellt, dass Diäten Sinn ergeben. Aber: Sie sind nicht nachhaltig. Die meisten gehen an der Lebensrealität vorbei. Aus seiner Sicht, ist alles, was zu extrem ist, nicht zielführend. Beim Essen ist das ebenfalls so. Er hat für sich festgestellt: Eine Diät heißt, ich muss verzichten. Aber das möchte er nicht, z.B. wenn er im Italien-Urlaub ist, möchte er auf eine gute Pasta nicht verzichten.
“Intervallfasten ist keine Diät, sondern ein Lifestyle.”
Eine Diät hat zwei Eigenschaften: Verzicht und ein Ablaufdatum. Beispiel Low Carb: Niemand kann sich ein Leben lang Low Carb ernähren. Intervallfasten hingegen kannst du immer machen. 365 Tage im Jahr, egal wo du bist oder was du machst – deshalb ist es für ihn zu einer Lebensart geworden, der perfekt zu ihm passt.
“Wenn du abnehmen willst, musst du in einem Kaloriendefizit sein.”
Das ist die einzige Grundregel aus seiner Sicht. Das Intervallfasten hat ihm dabei geholfen, er lässt das Frühstück weg und kann dafür dann an anderer Stelle mehr essen.
Seine Tipps fürs Intervallfasten
Auch beim Intervallfasten, auf den eigenen Körper hören. Gerade das Hungergefühl kann durchaus nützlich sein und zeigt unserem Körper, dass jetzt etwas passiert. Das ist auch nicht schlimm, denn eigentlich ist unser Körper an genau diesen Zustand aus der Vergangenheit gewohnt: Um etwas essen zu können, musste ich erst jagen. Anschließend wurde gefastet.
Außerdem: Nicht jeder Tag verläuft linear. Alex isst mal mehr, mal weniger. Wichtig ist, die Kalorienbilanz auf die gesamte Woche zu betrachten und ein Spiel daraus machen. Dann geht auch mal ein Becher Ben & Jerry’s - man muss ich langsam ran tasten und die körperlichen Veränderungen beobachten.
Cheat-Days ergeben für ihn absolut Sinn, dabei geht es darum, die Speicher zu füllen und den Körper davor zu schützen den Metabolismus runterzufahren. Der Körper stellt sonst auf Sparflamme und man nimmt nicht mehr ab.
Was ist aktuell das grundlegende Problem in der Ernährung?
Wir hören zu sehr darauf, was andere sagen und nicht auf das, was unser Körper sagt und zum anderen hinterfragen wir zu wenig – warum kostet ein Kilo Hack nur 1,99 €?
Der Fleischkonsum ist aus dem Ruder gelaufen. Man muss dahin kommen, wo man Fleisch wieder zu schätzen weiß. Der Massenkonsum aus 5 Mal pro Woche Fleisch ist Wahnsinn. Das gab es früher nicht. Wir müssen dem Produkt wieder mehr Respekt entgegenbringen. Das Gleiche gilt für gehypte Trends wie Superfoods: Wenn alle anfangen nur Avocado und Chia-Samen zu essen, dann haben wir ein globales Problem. Die Dosis macht das Gift.
Was ist sein Antrieb? Was motiviert und inspiriert Alex Kumptner?
Die ehrliche Antwort: In der Schulzeit haben viele Lehrer und das Umfeld nicht an das Kochen geglaubt. Viele haben ihn belächelt. Das hat ihn geprägt und genau den Leuten, die ihn belächelt haben, ist er heute unglaublich dankbar.
“Ich bin rastlos, ich bin nie zufrieden, es ist nie genug”
Diese Rastlosigkeit ist Fluch und Segen zu gleich, denn man muss auch ehrlich sagen, dass er die schönen Momente nie lange genießen.
Wenn es eine Sache gibt, die er jungen Leuten mit auf den Weg geben möchte
“Pfeift darauf, was euer Umfeld sagt, macht das, was sich für euch richtig anfühlt."
Nicht von dem Umfeld verunsichern lassen. Nicht um jeden Preis verbiegen. Es gibt Gründe, warum man so ist wie man ist und hat Fehler. Nicht nur das machen, was sich andere Menschen von uns erhoffen. Folgt dem Kopf und dem Herz, wenn es um eure Passion geht.
Was kommt als Nächstes?
Möchte mich immer über den Moment freuen können, wenn sich etwas für mich entscheidet
Alex hat in dem Sinn keine konkreten Ziele. Über die Jahre hat er festgestellt, dass sich die Dinge entwickeln. Vor 5 Jahren hätte er nie geglaubt, was in der Zeit alles passieren kann und wo er heute steht. Wichtig ist ihm, dass die Dinge Spaß machen. Er möchte das, was er bislang gelernt hat, weitergeben.
Deshalb hat er keine konkrete Antwort darauf. Es ist als hätte einen Vorhang vor sich und kann die Hand durchstrecken – er greift dann, was sich ergibt und daran hangelt er sich entlang. Die Chancen ergeben sich plötzlich an einem Tag – die Euphorie und Freude, wenn etwas zustande kommt, möchte er sich immer beibehalten.